Die 3 Phasen des Burnouts und Burnout Symptome

In der Beschreibung der WHO werden die folgenden drei Leitmerkmale beschrieben:

  1. Körperliche und emotionale Erschöpfung
  2. Entfremdung, mentale Distanz
  3. Deutlich verringerte Leistungsfähigkeit oder Ineffektivität

Man kann die Symptome aber auch in körperliche und psychosomatische unterscheiden. Ich möchte Dir die Burnout Symptome aber gerne anhand des Phasenmodels von Unger und Kleinschmidt auch in die unterschiedlichen Phasen eines Burnouts einsortieren.

Phase 1: Erste Anzeichen von Erschöpfung

So komisch es klingen mag, die erste Phase zeigt sich häufig durch ein überhöhtes Engagement in einem Bereich, z. B. dem Beruf. Der betroffene fühlt sich unentbehrlich und verleugnet die eigenen Bedürfnisse, um z. B. beruflich alles zu geben. Dabei gönnt man sich keine, oder kaum noch Erholungsphasen. Gerade am Anfang eines Burnouts kann es für den Betroffenen extrem demotivierend sein, wenn seine Bemühungen nicht gesehen werden.

Gedanken in dieser Phase könnten sein: „Nur ich kann xyz erledigen, die anderen brauchen zu lange!“ oder aber auch „Es muss ja gemacht werden!“.

Gegen Ende dieser Phase können Fehler auftreten die man von der Person nicht gewohnt ist, oder es kommt vermehrt zu Konflikten oder Verspätungen.

Körperlich treten die ersten Burnout Symptome ein und diese sind nun sehr individuell. Es könnten vermehrte Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Verdauungsprobleme sein. Dinge die man gerade am Anfang eines Burnouts nicht wirklich ernst nimmt. Auch kann es zu Schlafstörungen kommen, die eine anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung nach sich ziehen. Häufige körperliche Merkmale sind auch Atembeschwerden, Tinnitus oder ein Engegefühl in der Brust. Die körperlichen Burnout Symptome verstärken sich über die Phasen, häufig fängt der Körper mit einem Hilferuf an und steigert dies dann in der Häufigkeit oder Varianz.

Von außen kann man diese Phase z. B. an einer Zunahme von Überstunden oder emotional untypischen Verhalten erkennen. Die körperlichen Symptome können in dieser Phase oft noch durch Medikamente „versteckt“ werden.

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Phase 2: Die Erschöpfung schreitet voran

In dieser Phase kommt es immer mehr zu Konzentrationsschwierigkeiten oder Gedächtnisproblemen. Beides führt häufig dazu das der Betroffene das Gefühl hat noch mehr leisten zu müssen oder drückt sich in aggressiverem Verhalten oder einer erhöhten Reizbarkeit aus.

Gedanken in dieser Phase fangen häufig mit „Ich muss…“ an: „Ich muss xyz schaffen!“ oder „Ich muss da jetzt durch!“.

Im weiteren Verlauf dieser Phase kommt es zum sozialen Rückzug. Die Person schottet sich ab, wird zynisch. Die Person fängt an sich emotional zu distanzieren, kündigt z. B. innerlich ihren Job oder sieht keinen Sinn in der Aufgabe, in der sie vorher aufgegangen ist, mehr.

Die Gefahr in eine Sucht zu rutschen wird größer, da Alkohol, Einkaufen, Essen als Ersatzbefriedigung entdeckt werden, die auch einer beginnenden inneren Unruhe entgegen wirken soll.

Die körperlichen Beschwerden nehmen zu und werden massiver.

Von außen kann man daher Rückschlüsse aus einem erhöhten krankheitsbedingten Ausfall schließen. Die Leistungsfähigkeit kann abnehmen und die, bis dahin engagierte Person macht plötzlich Dienst nach Vorschrift und ist dennoch weniger belastbar. Schon die kleinste zusätzliche Aufgabe wird als schwere Bürde empfunden.

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Phase 3: Die Erschöpfung

In dieser Phase kommt es häufig zu dem Gefühl gesteuert oder getrieben zu sein. Das eigene Leben nicht mehr selbst steuern zu können. Die eigene Persönlichkeit geht verloren. Eine innere Leere und Mutlosigkeit sind nicht selten, ebenso wie Panikattacken. Ersatzbefriedigungen wie in Stufe 2 beschrieben, nehmen extrem zu, ebenso wie das Schwanken der Stimmung.

Gedanken in dieser Phase zeigen die Verzweiflung und den Zweifel an einem selbst. Sie könnten sein: „Ich schaffe das doch nie!“ oder „Wie soll das alles nur gehen?“

Hier kann es nun auch zu Suizidgedanken und Depressionen kommen. Das Ende ist der völlige emotionale, körperliche und geistige Zusammenbruch.

Von außen erkenn sie die Person häufig nicht wieder. Das Verhalten oder Auftreten ist komplett anders.

Nachdem ich nun die möglichen Symptome und Auswirkungen in Phasen beschrieben habe, möchte ich noch darauf hinweisen, das ein Burnout nicht ein geradliniger Prozess ist. Die Phasen können sich vermischen und die Burnout Symptome von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Gerade am Anfang ist die Entwicklung häufig nicht leicht zu erkenn oder bewusst.

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