Wie entsteht ein Burnout?

Eins ist hier klar und das ist, dass ein Burnout nicht von heute auf morgen entsteht, sondern über einen längeren Zeitraum, manchmal sogar Jahre. Ansonsten gibt es sehr viele mögliche Faktoren, die ein Burnout begünstigen.

Folgt man der Meinung der WHO entsteht Burnout nur am Arbeitsplatz, durch die äußere Belastung dort. Aber es gibt auch noch andere Faktoren, die hier eine große Rolle spielen. Und häufig ist es nicht nur eine äußere Belastung, sondern diese wird noch verstärkt durch innere Faktoren.

Was können Ursachen sein?

Arbeitsplatz:

Hier gibt es im Wesentlichen 3 Faktoren. Der erste ist ständiger Zeitdruck. Rufen wir uns hier noch mal die Zahlen von Mind Matters Inc. ins Gedächtnis. In einer Studie aus dem Jahr 2017 gaben mehr als 75% der Befragten in Europa an meistens unter Zeitdruck und mit hoher Geschwindigkeit zu arbeiten. Der zweite Faktor am Arbeitsplatz ist fehlender Handlungsspielraum. Hier geht es vor allem darum, ob man seine Gedanken einbringen kann und sich somit besser identifizieren kann. In der oben genannten Studie geben 35% der Befragten an, das ihre Arbeitsgeschwindigkeit durch ihren Vorgesetzten definiert wird. Der dritte wesentliche Faktor ist mangelndes Führungsverhalten. Es gibt natürlich noch mehr Faktoren, wie z. B. das Verleugnen der eigenen Gefühle am Arbeitsplatz, Multitasking oder Mobbing. Aber auch eine dauerhafte Unterforderung begünstigt ein Burnout.

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Privat:

Auch privat gibt es natürlich viele Faktoren, aber auch hier möchte ich gerne drei etwas näher betrachten. Langanhaltende Konflikte innerhalb der Familie oder im sozialen Umfeld können ein Burnout begünstigen. Denn dieses Umfeld sorgt sonst für einen Ausgleich und Rückhalt, der bei Konflikten wegfällt. Aber auch eine finanzielle Enge kann belasten, vor allem wenn sie über einen längeren Zeitraum anhält. Ebenso reden wir von einer privaten Belastung, wenn man einen kranken Angehörigen pflegt. In diesem Fall ist es oft so, dass die eigenen Bedürfnisse über Monate oder Jahre hintenanstehen müssen.

Person:

Jetzt kommen wir zur eigenen Person. Welche Verhaltensmuster oder Gedanken haben wir selbst die ein Burnout begünstigen? Auch hier möchte ich Beispielhaft 3 nennen. Anfangen möchte ich gerne mit dem Faktor, der bei mir selbst eine große Rolle gespielt hat, zu hohe Ansprüche an sich selbst. Man erwartet von sich selbst mehr, als jemals jemand anderes es tun würde und auch, als man selbst von anderen erwarten würde. Der zweite Faktor, den ich hier gerne ansprechen möchte, ist der Schwierigkeiten zu haben sich abzugrenzen. Was sind z. B. Deine Aufgaben und welche kann jemand anders machen, evtl. sogar besser. Hier fällt auch das „Nein“ sagen besonders schwer. Der letzte Faktor, den ich hier beschreiben möchte, ist die mangelnde Erholung. Es ist absolut in Ordnung ab und zu an seine Grenzen zu gehen, wenn man sich dann auch Ruhephasen erlaubt. Fallen diese Ruhephasen allerdings weg ist Körper und Geist ständig in Alarmbereitschaft und das schafft niemand über einen langen Zeitraum.

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Gesellschaft:

Hier kann ein angespannter Arbeitsmarkt ein Faktor sein. Wenn man z. B. einen Arbeitsplatz sucht. Es kann aber auch sein, dass man dadurch gezwungen ist, in einem Arbeitsumfeld zu bleiben, in dem man sich nicht wohl fühlt. Ein weiterer gesellschaftlicher Faktor kann ein hoher Leistungsdruck sein. So ist man in bestimmten Regionen vielleicht erst wer, wenn man ein eigenes Haus besitzt oder spielend Berufsleben, Verein und Familie schmeißt. Das bringt uns auch zum dritten Faktor, unrealistische Rollenbilder. Das kann eine Frau sein, die sehr gerne arbeiten möchte, aber ihre Erziehung und die Gesellschaft verlangt, dass sie neben einer erfolgreichen Karriere auch noch ohne Hilfe, Kinder und Haushalt schmeißt. Es kann aber auch ein Mann sein, der gelernt hat, immer stark zu sein und die Familie finanziell zu versorgen hat. Verliert dieser nun seine Arbeit oder bekommt eine Beförderung nicht begünstigt das ein Burnout, da der Selbstwert dieses Mannes sinkt.

Wie Du siehst, es gibt es viele Faktoren. Meist ist auch nicht nur einer allein der Auslöser eines Burnouts, sondern eine Kombination von mehreren.

So ist es für eine Person vielleicht nicht schlimm immer unter Zeitdruck zu arbeiten, wenn hier dann aber noch ein ständiger Konflikt zu Hause dazu kommt und es der Person schwer fällt „nein“ zu sagen im privaten, dann kann das Auswirkungen haben. Denke Dir hier einfach jede mögliche Kombination, der unterschiedlichen Faktoren.

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