Als erstes: Todschweigen hilft nicht! Ja über solche Dinge am Arbeitsplatz zu sprechen kann unangenehm sein, aber es ist notwendig.

Und Vorsicht mit gut gemeinten Ratschlägen wie „Mach doch mal Yoga oder Meditiere!“ Ja diese Praktiken reduzieren Stress, aber wenn es nur ein weiteres To do ist, bewirken sie das Gegenteil. Oder, wie bei mir, während des Burnouts, machen das Gefühl der Enge nur noch größer.

Aber was kann man denn nun tun, wenn man das Gefühl hat, dass jemand Hilfe braucht?

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Stark gegen Burnout

Job, Familie, Freizeit- manchmal wird Dir das alles zu viel?

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Burnout Prävention am Arbeitsplatz

Hier geht es in erster Linie darum Rahmenbedingungen zu schaffen, die es erlauben, dass man ein Burnout zugeben kann, ohne Vorverurteilt zu werden.

Hierbei geht es um Seminare oder Trainings die den Mitarbeitern erlauben sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Zu wissen was sind Anzeichen und Techniken zu erlernen, die resilienter machen. Aber auch das Stigma, dass mit Krankheiten wie Burnout verbunden ist zu lösen.

Es geht hier um einen Kulturwandel. Hierzu ein Beispiel. Nehmen wir Firma A. Hier kommt der Chef morgens um 7 und geht nicht vor 18:00 Uhr nach Hause. Meetings werden, ganz selbstverständlich, auch noch nach dieser Uhrzeit angesetzt. Hinter vorgehaltener Hand wird über den Kollegen gesprochen, der nun schon seit geraumer Zeit „krank“ ist- dabei weiß doch jeder, es wurde ihm einfach zu viel.

Oder nehmen wir Firma B. Auch hier wird viel gearbeitet, aber auch der Chef sagt mal. Leute nach 10 Stunden Meetings kommt heute nichts mehr produktives. Lasst uns morgen weiter machen. Es gibt Schulungen und Trainings um die Mitarbeiter über Burnout aufzuklären und ihnen Handwerkszeug an die Hand zu geben um sich zu schützen. Diese sind natürlich Arbeitszeit. Auch die Zeit zum Erarbeiten von eigenen Strategien. Jedem ist klar, dass es Situationen gibt, in denen Arbeit und Privat so viel zusammen kommt, dass man mal etwas kürzer treten muss. Es gilt die Parole: „Achte auf Dich, denn nur ein seelisch gesunder Mitarbeiter kann auch Leistung bringen.“ Denn, ja natürlich geht es am Arbeitsplatz auch darum. In welcher dieser beiden Firmen würdest Du lieber arbeiten?

Wenn man sich dazu noch die Abhandlung von Mind Matters Inc. „The Extent of the Global Mental Health Challenge“ anschaut, in der klar herausgearbeitet ist, dass Arbeitgeber die auf dieses Thema achten leistungsfähigere Mitarbeiter hat und Programme die sich mit geistiger Gesundheit befassen sehr gute ROIs haben, muss man sich fragen, wieso das nicht alle tun.

Hier nur ein paar Zahlen aus der Studie:

Präventive Programme die das Bewusstsein fördern und einen Kulturwandel fördern können so einen ROI von 6:1 haben. Und selbst Programme, die im Notfall greifen haben noch einen ROI von 3:1.

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Burnout Intervention am Arbeitsplatz

Als aller erstes das Gespräch suchen. Ein ernst gemeintes „Wie geht’s Dir?“ kann manchmal Wunder bewirken. Ansprechen „Mir ist aufgefallen, dass Du in letzter Zeit sehr müde wirkst, ist alles in Ordnung?“ ohne anzuklagen. Einfach ein offenes, nicht wertendes Ohr anbieten.

Gerade während einem akuten Burnout könnten Fragen wie „Wie können wir unterstützen?“ den Mitarbeiter schon überfordern. Besser ist es konkrete Hilfsangebote zu machen. Das können Gespräche mit externen sein zu denen Kontakt hergestellt wird. Oder, sollte sich herausstellen, dass im privaten gerade mehr Zeit benötigt wird, Modelle an zu bieten, die hier unterstützen.

Sicherheit geben. Es ist ok, wenn Du gerade Zeit für Dich brauchst- Dein Arbeitsplatz ist dennoch sicher.

Hier geht es vor allem darum, dem Mitarbeiter die notwendige Hilfe zu besorgen und den Raum zu geben den er benötigt.