Warum es so schwerfällt und wie wir leichter ins Handeln kommen.

Entscheidungen treffen, eine Weggabelung mit Wegen die durch Bäume führen.

Manchmal schieben wir Entscheidungen tagelang, wochenlang oder sogar monatelang vor uns her. Wir wiegen Argumente ab, hoffen auf mehr Klarheit und bleiben doch im Status quo. Doch auch das ist eine Entscheidung: Wer nicht entscheidet, entscheidet sich automatisch dafür, alles so zu lassen, wie es ist.

Was uns zurückhält

Dass wir Entscheidungen hinauszögern, hat Gründe. Oft sind es nicht fehlende Optionen, sondern innere Hürden:

Angst vor Konsequenzen oder Verantwortung
Viele fürchten: „Wenn ich mich falsch entscheide, muss ich die Folgen tragen.“  Das gilt häufig vor allem bei weitreichenden Entscheidungen, denn da möchte man ja keinen Fehler machen, vor allem dann nicht, wenn andere Personen betroffen sind.

Zuwenig Kraft für Veränderung
Jeder neue Weg kostet Energie. Selbst wenn wir wissen, dass die jetzige Situation unbefriedigend ist, scheint sie manchmal leichter zu ertragen als der Aufwand, etwas Neues zu beginnen. Auch ist die jetzige Situation bekannt, die neue eher ungewiss. Um das aushalten zu können, braucht es Energie.

Negative Fantasien
Das Gehirn ist ein Meister darin, Katastrophenszenarien auszumalen: „Was, wenn alles schiefgeht?“ Oft tendieren wir dazu uns die schlimmstmögliche Situation im Detail auszumalen. Aber was passiert mit dem bestmöglichen Ergebnis?

Angst vor Ablehnung
Manchmal fürchten wir weniger die Entscheidung selbst, sondern die Reaktion anderer: „Was, wenn meine Kolleg:innen, Partner oder Freunde nicht damit einverstanden sind?“

Innerer Streit
Unser „inneres Team“ diskutiert endlos. Ein Teil will Sicherheit, ein anderer Abenteuer, ein dritter Ruhe. Besonders dann, wenn nur zwei Alternativen zur Auswahl stehen, kann das Gefühl entstehen, in einer Sackgasse zu stecken.

Die Folge all dieser Hürden: Wir bleiben stehen, obwohl jeder Schritt nach vorne, auch ein kleiner, mehr Klarheit bringen würde.

Entscheidungen mit Bildern treffen

Nutze die Kraft deines Unterbewusstseins, sowohl zum treffen von Entscheidungen, als auch zum Überprüfen.

Gerade wenn nur zwei Alternativen im Raum stehen, kann es helfen, mit inneren Bildern zu arbeiten. Eine kleine Übung:

  1. Schließe die Augen und stelle dir eine Weggabelung vor.
    • Rechts: Alternative 1
    • Links: Alternative 2
  2. Male dir das Ergebnis beider Wege so genau wie möglich aus.
  3. Spüre in dich hinein: Wo zieht es dich hin?

Oft merkt man schnell, welche Richtung sich stimmiger anfühlt – auch wenn es nicht sofort logisch erklärbar ist.

Dann lege die Sache für einen Moment beiseite. Schlaf eine Nacht darüber. Unser Unterbewusstsein arbeitet weiter, ohne dass wir es merken, und liefert uns oft am nächsten Morgen die innere Klarheit, die wir gesucht haben.

Beispiel: Entscheidung über eine berufliche Veränderung

Du musst entscheiden, ob du in deiner jetzigen Position bleibst, oder dich einer neuen Herausforderung stellst.

Visualisiere auf dem Weg rechts deine neue berufliche Herausforderung. Wie sieht dein Berufsalltag aus, mit welchen Personen hast du es zu tun? Male dir vielleicht eine typische Situation aus, wie sie vorkommen wird. Wie fühlt es sich an?

Wenn du das Bild und Gefühl für den Weg rechts hast, dann mache jetzt das gleiche für den Weg links. Gehe in eine typische Situation deiner jetzigen Position. Mit wem hast du es zu tun, was machst du? Nehme dir wieder eine typische Situation, wie fühlt die sich an?

Du hast auch dieses Bild und Gefühl? Prima, welches fühlt sich stimmiger an? Wo gibt es ein ruhiges, wohltuendes Gefühl, wo zieht sich dein Magen eher zusammen?

Oft merkt man schnell, welche Option mehr innere Zustimmung findet, auch wenn es nicht sofort logisch erklärbar ist.

Wenn du dich so für etwas entschieden hast, treffe gedanklich diese Entscheidung und lass dein Unterbewusstsein im Schlaf arbeiten. Wie fühlt sich die Entscheidung am nächsten Morgen an? Immer noch stimmig?

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Keine hundertprozentige Sicherheit

Eine Entscheidung ist selten endgültig. Nur in den seltensten Fällen geht es um Leben und Tod. Meist legen wir uns auf einen Weg für eine gewisse Zeit fest und dürfen ihn später auch wieder ändern.

Wichtig dabei: Es gibt nicht die perfekte Entscheidung. Es gibt die Entscheidung, die für den aktuellen Moment am besten passt. Jede Wahl bringt Erfahrungen mit sich und selbst eine „falsche“ Entscheidung liefert wertvolle Erkenntnisse, die uns beim nächsten Mal klarer handeln lassen.

Entscheidend dabei ist, dass du Entscheidungen so triffst das sie zu dir passen, aber dir auch die Flexibilität erlaubst diese zu überdenken. Gerade wenn du neue Erkenntnisse bekommst oder mit der Entscheidung schon einen Weg gegangen bist, bekommst du eine klarere Sicht. Es ist ok oder sogar erwünscht das du diese Erfahrungen in deine Entscheidung einfließen lässt. Und nicht selten geht nur um eine kleine Anpassung, nicht einen kompletten Richtungswechsel. Gerade wenn auch andere von deiner Entscheidung beeinflusst sind, mach deine Gedanken und Erfahrungen Transparent, dann sind Anpassungen für alle nachvollziehbar.

Entscheidungen betreffen häufig nicht nur den eigenen Weg, sie senden auch Botschaften an andere. Wer klar entscheidet, vermittelt Orientierung und Verlässlichkeit. Gerade im beruflichen Umfeld kann es für Teams entlastend sein, wenn eine Entscheidung getroffen ist, selbst wenn sie nicht perfekt ist. Denn eine klare Richtung macht handlungsfähig und schafft Vertrauen.

Den Öko-Check machen

Eine weitere hilfreiche Methode ist der sogenannte „Öko-Check“. Dabei geht es nicht um Umwelt, sondern um das Umfeld:

  • Wer ist von meiner Entscheidung betroffen?
  • Wie wirkt sich meine Entscheidung auf diese Menschen aus – positiv, neutral oder negativ?

Dieser Blick über die eigene Perspektive hinaus verhindert, dass wir eine Entscheidung isoliert betrachten. Gleichzeitig macht er sichtbar, ob die Entscheidung zu mehr Klarheit und Stimmigkeit auch im Umfeld führt und zeigt auch auf, mit wem wir über Entscheidungen sprechen müssen und wen wir auf den neuen Weg mitnehmen müssen.

Beispiel: Einführung flexibler Arbeitsplätze

Wer oder was ist betroffen? Wie wirkt sich die Entscheidung aus? Welche Maßnahmen kann ich ergreifen?
Mitarbeitende Es gibt sicher einige, die mit der Änderung kein Problem haben, die sich vielleicht sogar über den täglichen Perspektivwechsel freuen. Andere haben vielleicht zu viel Equipment, dass sie sich fragen, wie sie das hinbekommen sollen. Wieder andere sehen keinen Sinn darin, haben sich den Fensterplatz über Jahre erarbeitet und wollen diesen nicht aufgeben. Mitarbeitenden mit Equipment Lösungen anbieten.

Warum transparent machen.

Teamdynamik Nehmen sich diejenigen die früh da sind, immer die besten/ gleichen Plätze kann das zu Reibereien im Team sorgen. Es könnten sich auch Gruppen innerhalb des Teams bilden. Oder es sorgt dafür, dass der Austausch besser wird und jeder mal mit jedem an einer Tischgruppe sitzt und ein besseres Verständnis für die Aufgaben des jeweils anderen entwickelt. Regeln aufstellen

….

Bewerber

Ich denke du siehst welche wertvollen Erkenntnisse du daraus ziehen kannst. Du kannst Themen direkt ansprechen, bevor sie passieren. Du kannst dich auf Reaktionen einstellen und dir schon im Vorfeld überlegen, wie du damit umgehst.

30 Tage Unternehmenskltur

Ich lade Euch ein, gezielt auf die Kultur in eurem Unternehmen zu achten. Im Alltag läuft vieles intuitiv – doch manchmal lohnt es sich, bewusst hinzuschauen.

Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einbeziehen

Ein wichtiger Aspekt erfolgreicher Entscheidungsfindung ist die Einbeziehung der Mitarbeiter. Wenn Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, erhöht dies nicht nur die Akzeptanz der Entscheidung, sondern fördert auch das Engagement und die Motivation im Team. Hier sind einige Ansätze, wie dies gelingen kann:

  • Transparente Kommunikation: Informieren Sie Ihr Team über anstehende Entscheidungen und die Gründe dafür. Eine offene Kommunikation schafft Vertrauen und Verständnis.
  • Feedback einholen: Bitten Sie Ihre Mitarbeiter um ihre Meinungen und Vorschläge. Dies kann in Form von Meetings, Umfragen oder informellen Gesprächen geschehen.
  • Gemeinsame Entscheidungsfindung: Integrieren Sie Ihr Team aktiv in den Entscheidungsprozess. Dies kann durch Workshops, Brainstorming-Sitzungen oder Entscheidungsfindungsgremien geschehen.
  • Verantwortung delegieren: Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, selbst Entscheidungen zu treffen. Dies fördert die Eigenverantwortung und stärkt das Vertrauen in ihre Fähigkeiten.

Entscheidungen als Entlastung

Nicht getroffene Entscheidungen binden Energie. Jede noch offene Frage bleibt wie ein Tab im Kopf, der Aufmerksamkeit kostet. Wer sich bewusst entscheidet, gewinnt wieder Handlungsfreiheit.

Und selbst wenn nicht alles perfekt läuft: Entscheidungen machen das Leben lebendig, beweglich und gestaltbar. Sie sind weniger ein Endpunkt, sondern vielmehr ein Schritt auf dem Weg, der sich immer wieder neu ausrichten darf.

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