Burnout2022-06-16T14:44:05+02:00

Was ist Burnout?

Krankheit, Symptom oder Eingbildung?

Immer mehr Menschen sind betroffen, aber was verbirgt sich hinter dem Begriff Burnout? Wie erkennt man es und was kann man dagegen tun?

Burnout Spirale

Kapitel 1: Krankheit oder nicht?

Im Mai 2019 titelten viele Zeitungen mit „Burnout erstmals als Krankheit anerkannt“. Das ist so nicht ganz richtig. Die WHO hat „occupational phenomenon“ also arbeitsbedingtes Burnout in der neuen ICD-11 als einen „Faktor der den Gesundheitszustand beeinflusst“ bewertet und diesen in drei Dimensionen definiert. Die erste Dimension ist ein Gefühl von Energieschwund und Erschöpfung, die zweite eine zunehmende mentale Distanz zum Beruf und negative Haltung zum eigenen Job. Die letzte Dimension ist ein deutlich verringertes Leistungsvermögen im Job. Die ICD-11 soll im Januar 2022 in Kraft treten.

Die ICD ist die „internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“, die z. B. für die Abrechnung bei Krankenkassen verwendet wird.

In Deutschland ist Burnout bereits jetzt eine anerkannte Diagnose. Allerdings keine Krankheit, sondern eine Zusatz- oder Rahmendiagnose. Sie wird beschrieben als „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“.

Da Burnout schwer greifbar ist und bei jedem individuelle Symptome auftreten, gibt es auch viele Definitionen die die Einstufung als Krankheit erschweren.

Mehr kannst Du Erfahren in meinem Artikel „Ist Burnout eine Modeerscheinung?“

Kapitel 2: Wann tritt Burnout auf?

Ein Burnout ist sehr individuell beeinflusst. In der Regel kommen situative Gründe und persönliche Faktoren zusammen.

Häufig trifft Burnout diese Menschen, die eine hohe Selbstmotivation haben und mit vollem Engagement sich einer Sache widmen. Häufig motivieren sich diese in dem sie das Gefühl haben etwas Sinnvolles voranzubringen oder ungerechte Zustände zu verbessern. Eine andere Motivation kann sein, den eigenen, zu hohen, Anspruch erfüllen zu wollen. Diese persönlichen Faktoren allein sind aber meist noch zu handhaben. Wenn dann aber ein Katalysator dazu kommt, kann dies den Anfang eines Burnouts bedeuteten. Katalysatoren gibt es viele, aber ich möchte hier einige nennen:

  • Unerfüllbare Vorgaben
  • Starke Konkurrenz im Unternehmen
  • Persönliche Umbruchsituation (Tod des Partners, Stellenwechsel, Hochzeit)
  • Mangelnde Kontroll- und Einflussmöglichkeiten
  • Konflikte am Arbeitsplatz
  • Finanzieller Druck
  • Ausbleibender Erfolg
  • Langanhaltende hohe Arbeitsbelastung
  • Zeitdruck

Diese situativen Gründe, kombiniert mit der Geschichte und Lebenssituation können zu einem Burnout führen.

Mehr über die Ursachen eines Burnouts oder auch wen ein Burnout betreffen kann findest Du in meinen Artikeln.

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Kapitel 3: Welche Symptome gibt es bei einem Burnout?

Die Symptome und Kombination von Symptomen sind genauso vielfältig wie wir Menschen. Man kann sie aber in 4 Gruppen unterteilen. Mehr über Symptome und Unterschiede zwischen Männern und Frauen findest Du in meinen Artikeln.

Burnout Symptome

Kapitel 4: Wann beginnt ein Burnout?

Ein Burnout ist nicht einfach da. Es ist häufig ein langer Weg, bis das Burnout überhaupt erkannt wird. Dazu haben z. B. Unger und Kleinschmidt oder Freudenberger und North das Burnout in Phasen auf einer Spirale dargestellt, die sich nach unten hin immer schneller dreht. Ich nutze hier Erschöpfungsspirale in drei Stufen von Unger und Kleinschmidt.

Stufe 1: Erste Anzeichen von Erschöpfung

Diese Stufe haben viele von uns schon erlebt. Sie wird häufig eingeleitet von Schmerzen aller Art oder einer höheren Krankheitsanfälligkeit. Gefolgt von Schlafstörung, und einem Gedanken-Karussell. Gedanken wie: „Ich kann sowieso nichts ändern!“ sind typisch in dieser Phase. Es entsteht eine Hilflosigkeit, die einen keinen Ausweg mehr erkennen lässt.

Stufe 2: Die Erschöpfung schreitet voran

In dieser Stufe ändert sich das Verhalten, in dessen Mittelpunkt nun das Arbeiten steht. Häufig wird man hier Reisbarer als vorher und reagiert teilweise sogar aggressiv. Die ersten Konzentrationsprobleme treten auf. Es fällt einem schwer sich die einfachsten Dinge zu merken. Häufig arbeitet man in dieser Phase immer mehr, um doch noch den gewünschten Erfolg zu erreichen und verbeißt sich in ein Thema. Das hat zur Folge das man sich zurück zieht, weil schlicht die Energie fehlt, noch etwas in der Freizeit zu unternehmen. Dazu kommen dann Schuldgefühle Freunden und Familie nicht gerecht zu werden.

Stufe 3: Die Erschöpfung

In der letzten Stufe steuert man auf die völlige Erschöpfung zu. Am Anfang dieser Phase wird man oft von Gedanken geleitet wie „Ich schaffe das doch sowieso nicht!“, man macht sich selbst klein. Das führt häufig zu einem Motivations- oder Interessenverlust, denn man traut sich selbst nichts mehr zu, wird mutlos. Das führt zu starken Stimmungsschwankungen bis hin zu Suizid Gedanken. Am Ende steht Apathie und Depression.

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Kapitel 5: Was tun bei einem Burnout?

Auch in diesem Kapitel möchte ich auf die drei Stufen nach Unger und Kleinschmidt zurückgreifen, auch wenn die Umkehr der Spirale für jeden sehr individuell ist.

Stufe 1: Erste Anzeichen von Erschöpfung

Hier kannst Du selbst noch viel tun. Finde heraus, was Dich so erschöpft oder ruhelos macht. Überlege was dahinter steckt. Sind es vielleicht Sprichwörter wie „Ohne Schweiß kein Preis“ oder persönliche Einstellungen wie „Ich muss alles perfekt machen!“. Oder fehlt Dir schlicht der Wechsel zwischen Anspannung (Stress) und Entspannung. Als nächster Schritt kannst Du kleine, aber konkrete Veränderungsschritte planen. Fehlt Dir zum Beispiel die Entspannung, plane sie ganz bewusst in Deinen Tagesablauf ein. Es können schon ein paar Minuten durchatmen, oder ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause helfen.

Gerne unterstütze ich Dich hierbei! Kontaktiere mich einfach zu einem unverbindlichen Erstgespräch.

Stufe 2: Die Erschöpfung schreitet voran

In dieser Stufe empfehle ich Dir, dass Du Dir Unterstützung suchst. Dein Burnout hatte schon Zeit voranzuschreiten und es wird schwerer die Spirale umzukehren. Du solltest nun Deinen Hausarzt aufsuchen. Er kann abklären, ob Deine Symptome körperliche Ursachen oder Folgen haben und Dir helfen diese zu lindern oder zu heilen. Zusätzlich empfehle ich Dir in diese Phase eine psychologische Beratung. Sie kann Dich dabei unterstützen erste Veränderungsschritte zu planen und auch zu gehen. Du musst nun systematisch neue Weichen stellen.

Gerne unterstütze ich Dich hierbei! Kontaktiere mich einfach zu einem unverbindlichen Erstgespräch.

Stufe 3: Die Erschöpfung

Du bist in der höchsten Stufe angekommen, jetzt wird es höchste Zeit Dir professionelle Unterstützung zu suchen. Kontaktiere Deinen Hausarzt und/ oder suche Dir psychologische Hilfe. Du kannst die Erschöpfungsspirale nicht mehr allein umdrehen. Aber gemeinsam mit Hilfe kannst Du das! Da Dein Weg bis hierher schon sehr lange war, dauert leider auch die Umkehr länger und ist auch oftmals mit einer stationären Behandlung unterstützt. Du bekommst dort Hilfe Dein Verhalten so zu ändern, dass Du nicht wieder in die gleiche Erschöpfungsspirale gelangst.

Wenn Du Hilfe dabei brauchst, Dir Unterstützung zu suchen, kannst Du mich gerne kontaktieren.

Im Allgemeinen lässt sich aber sagen, dass es immer darum geht, das eigene Verhalten zu ändern und das erhöht zunächst den Schmerz. Bei einer frühen Erkennung kannst Du rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Warte nicht bis zur Stufe 3, der völligen Erschöpfung! Mehr dazu in 3 Schritte zur Burnout Bewältigung.

Kapitel 6: Burnout Prävention

Zu guter Letzt schauen wir uns noch an, was jeder einzelne aber auch Du als Arbeitgeber tun kann um ein Burnout zu vermeiden.

Als Arbeitgeber kannst Du als wichtigstes die Rahmenbedingungen schaffen, die es ermöglichen zu zu geben, dass es ein Problem gibt, ohne zu verurteilen. Auch siehst Du Anzeichen wie zum Beispiel erhöhte Krankheitstage oder Gereiztheit. Es ist nicht nur okay diese Themen anzusprechen, sondern fördert auch einen offenen Umgang mit dem Thema. Du kannst Deinen Mitarbeitern die möglichen Hilfen aufzeigen und ihn dabei unterstützen diese auch anzunehmen.

Aber das ist nur ein Teil der Prävention. Jeder kann sich Verhaltensweisen und Einblicke verschaffen, die ihn Resilienter gegen Burnout werden lassen. Dazu habe ich eigens das Programm „STARK gegen Burnout“ entwickelt. Mit der STARK Formel kannst Du Dich selbst bestmöglich schützen. Dazu gehört es klare Ziele und Vorstellungen zu haben, aber auch Deine Stressoren zu kennen und Dein Verhalten dementsprechend anzupassen.

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Burnout Prävention

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Vortrag Burnout Prävention als Arbeitgeber

Was ist ein Burnout?

Burnout Spirale
Manchmal ist alles zu Viel, oder zu Wenig- Stess, Burn-out

Manchmal ist alles zu viel oder zu wenig

Was kann denn bei einem Burnout zu wenig sein? Ich erzähle es Dir in meiner Geschichte.

Tanja Haag Life Coach

Tanja Haag

Was andere über mich sagen

Du bist so ein großartiger, fröhlicher Mensch. Davon werden noch so viele profitieren.
Vielen lieben Dank, für deinen stets wertvollen Rat und das offene Ohr. Ich weiß den Austausch mit dir und deine tiefsinnigen und situativ treffenden Fragen und Impulse sehr zu schätzen. Sie geben mir stehts einen spannenden und neuen Blick auf die Situation und helfen mir gestärkt und mit neuer Inspiration an den Themen zu arbeiten. Janina
Danke dir für deine wertvolle Einschätzung Tanja 😊👍
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